HERKUNFT DER WEINE


Der deutsche Wein ist seit einigen Jahren auf großer Aufholjagd.
Klar kommen die Top Weine immer noch aus den mediterranen Südländern, doch sein Ansehen in der Welt steigt.

Viele Sonnenstunden, mittlere Niederschlagsmengen, milde Winter und wunderbare Böden sind die Grundbedingungen für den erstklassigen deutschen Wein. Das abwechselnde Klima und die unterschiedlichen Böden der verschiedenen Weinbauregionen tragen unter anderem dazu bei, dass der deutsche Wein je nach Rebsorte und Zeit der Lese individuell und eigenständig schmeckt.

Durch das milde Klima reifen die Trauben länger als in den südlicheren Gegenden. Je länger die Trauben am Rebstock hängen, desto mehr Aroma und Geschmacksstoffe können sie entwickeln. Der längere Reifeprozess gibt einen natürlicheren Geschmack und zeigt die besondere Qualität der deutschen Weine.

Lange Zeit stand Deutschland im Schatten der südlichen Nachbarn. Seit einigen Jahren, aber erlebt der deutsche Weinbau eine Renaissance: Zahlreiche neue Züchtungen und der Erhalt der bekannten alten Rebsorten zeigen die wunderbare Vielfalt des deutschen Weins.

Im Segment der Rotweine ist Deutschland durch seinen fruchtigen Spätburgunder und den traditionellen Dornfelder der Welt in aller Munde. Regionale Beliebtheit haben vor allem in der Region Württembergs Trollinger und Lemberg sowie der Schwarzriesling.

Im Segment der Weißweine spielt Deutschland ganz vorne mit. Als bester deutscher Wein gilt der Riesling. Egal, ob als Kabinett, Spätlese oder Süßwein. Riesling überzeugt die Genießer weltweit in allen Variationen. Inzwischen können sich aber auch andere Rebsorten weltweit messen: Silvaner, Weißburgunder und deutscher Chardonnay finden immer mehr Bekanntheit.



Frankreich ist zweifellos eines der bedeutendsten Weinerzeuger der Welt und liegt in der mengenmäßigen Erzeugung hinter Italien an zweiter Stelle. In fast ganz Frankreich wird Wein angebaut, mit Ausnahme der Regionen nördlich und nordwestlich von Paris.

Frankreich ist für seine Top 3: Bordeaux, Burgunder und Champagner weltbekannt. Jedoch lässt es sich nicht auf die Drei großen Namen reduzieren. Es bietet mit mehr als 200 verschiedenen Rebsorten eine enorme Vielfalt an Weinen.



Italien ist mit Abstand das vielfältigste Weinland der Welt. Mehr als 300 Rebsorten werden in Italien angebaut. Das mediterrane Klima ist perfekt für den Weinanbau. Sehr viel Sonnenschein, die Mischung aus Meeresluft und der Einfluss der italienischen Alpen im Norden ermöglichen den Anbau dieser Spezialitäten.

Schon die alten Griechen entdeckten das Potential Italiens und tauften es Oenotria – was auf Deutsch übersetzt Weinland bedeutet. Denkt man an italienischen Wein, kommen einem sofort Rebsorten wie Merlot, Chardonnay, Cabernet Sauvignon und Lambrusco in den Sinn. Italienische Weine werden als die besten der Welt gehandelt.